Dienstag, 16. August 2011

Jesolo -> Venedig


Der letzte Tag! Wahnsinn. Wir frühstücken wieder sehr süß und machen uns danach auf den Weg. Wir verlassen Jesolo und gehen noch mal auf einem Hochwasserdamm entlang. Zu unserer Linken ragen vereinzelte Hoteltürme vom Lido di Jesolo auf, zu unserer Rechten in der Ferne die Berge. Ich grüble lange darüber, wie wir das geschafft haben. 

die andere Seite von Tourismus


im Hintergrund die Berge, über die wir kamen...

So viele Eindrücke aus den letzten Wochen durchfluten mich und es scheint, als ob Isar, Karwendel, Lüsner Alm, Sella-Stock und all die anderen verschiednen Gegenden und Erlebnisse schon ewig her sind. Sind wir wirklich zu Fuß hierher gelaufen? Es scheint so krass, aber wir haben es geschafft. Ich freue mich und trotzdem ist es komisch. In der Ferne taucht ab und zu die Hauptstraße auf, wir sehen viele Autos auf dem Weg zum Strand. Plötzlich sind wir hier in der Hochsaison mitten in einer beliebten Ferienregion angekommen. Wir überqueren die Ponte Cavallino und befinden uns nun auf dem letzten Stück Festland, der Halbinsel Cavallino, bis zu deren Ende wir noch laufen müssen, bevor wir mit der Fähre nach Venedig übersetzen. Aber erstmal gehen wir an den Strand! Das Meer, hier ist der Weg zu Ende! 



Um uns herum viele Badende, die ich aber gut ausblenden kann. Ich denke an meine Camino-Familie, so müssen sich diejenigen gefühlt haben, die bis Finisterre durchlaufen konnten. Toll! M. stößt mit dem Fuß an einen Felsen, der im Sand versteckt ist und tut sich am Fuß weh. Er kann nur noch humpeln und wir verlassen den Strand wieder über einen Campingplatz, wo sich M. erstmal verarztet. Er kann dann aber doch wieder gut weiterlaufen. In einem Supermarkt holen wir uns was zu essen und setzten dann den langen Weg bis ans Ende der Landzunge an der Hauptstraße entlang fort. Autos und Wohnmobile aus allen möglichen Ländern fahren hier lang, es sind sehr viele deutsche dabei. Von Punta Sabbioni setzen wir recht unspektakulär mit der Fähre nach Venedig über. Dann sind wir da. Am Markusplatz, in Unmengen von Touristen, endet unsere Tour.

Danke! :)

das Ziel: der Markusplatz




Wir treffen Zoe wieder und freuen uns über das Wiedersehen. Wir verbringen noch 2 Tage in Venedig und durchstreifen viele Gassen, beobachten die Einheimischen, die Touristen, die Möwen und genießen die Stadt bevor uns der Nachtzug wieder nach Deutschland bringt und ein weiteres Abenteuer vorbei ist.

Montag, 15. August 2011

Bocca Callalta -> Jesolo


Das Handy klingelt um 6:30 und wieder hocken viele Mücken an der Wand und schwirren umher. Wah, wo kommen die alle her? Anziehen, Cortison-Salbe schmieren. Frühstück: Aufbackbrötchen und Zwieback mit Marmelade. Dann packen wir schnell die Reste und verschwinden von hier. Draußen ist es bewölkt, was gut ist, so ist es nicht ganz so heiß. Auf einem Hochwasserdamm mit Fahrstraße geht es bis zum nächsten Ort, Zenson di Piave, wo wir durch den Ort abkürzen und dann wieder auf dem Damm weiterlaufen. Ein paar Italiener weisen uns den Weg nach Venedig. Die Sonne versteckt sich immer mal wieder hinter den Wolken. Dann geht’s wieder runter vom Damm. Ich warte auf M., der eine Ibu eingeworfen hat und dann ein Stück Straße über die Autobahn. Hier könnten wir theoretisch weiterlaufen, M. hat aber Angst vor dem Autoverkehr, also geht’s zurück auf den Hochwasserdamm, dem wir einige Zeit treu bleiben. Waghalsig überqueren wir Bahngleise, nachdem 3 Züge durchgefahren sind und laufen dann noch bis Musile, wo wir den Damm endgültig verlassen und durch den Ort gehen. Es ist 11:30, wir sind eine halbe Stunde schneller, als die Bücher angeben. Weiter geht’s wieder ein Stück an einer Landstraße entlang. Ich habe mal wieder Hunger. Die Straße zieht sich, es geht an einem Kreisverkehr vorbei und dann über Nebenstraßen und Wege an den Piave Vecchio. Wir warten an einer Schiffbrücke, bis diese wieder aufmacht und dann geht’s am Sile entlang. Noch 10km bis Jesolo, 22km haben wir schon geschafft. Ein Stück laufen wir noch auf dem wenig befahrenen Weg, dann machen wir wieder in Ermangelung einer besseren Möglichkeit, Mittagspause am Straßenrand. Mittlerweile ist es 13:10 und nach dem spärlichen Frühstück ist mein Magen sehr leer. Ab und zu fallen ein paar Raupen von den Bäumen. 


ein erster Blick auf die Lagune
Weiter geht’s immer auf der gleichen Straße. Meine Gedanken schweifen in die Fantasiewelt. Es wird wieder wärmer, die Sonne hat sich wieder durch die Wolken gekämpft. Der Weg zieht sich. Mal sehen wir links den Sile, mal rechts die Lagune. Ein paar Häuser, Mais, Wein. Dann erreichen wir irgendwann Jesolo und suchen und finden das Hotel. Es ist 15:30. Das Hotel hat zu, die dazugehörige Taverne macht um 16:30 auf. Na toll. Wir sitzen im Schatten und warten. Unterhalten uns, lesen die morgige, allerletzte Etappe. Um 16:30 ist immer noch keiner da. Ich rufe in der anderen Unterkunft an, die aber für heute Nacht auch kein Zimmer mehr frei hat. Ich finde durch Zufall die Telefonnummer von unserem Hotel auf meiner Unterkunftsliste. Ich wusste gar nicht mehr, dass ich die überhaupt hatte. Ich rufe an, die Dame des Hauses nimmt ab und 5 Minuten später dürfen wir dann einchecken. Es gibt keine Entschuldigung, nichts. Dafür ist das Zimmer sehr angenehm. Sollte es auch sein, schließlich ist hier die teuerste Übernachtung der ganzen Tour. Nach unseren Erfahrungen der letzten Nacht drehen wir gleich die Klimaanlage auf und öffnen die Fenster nur, um neuen Sauerstoff reinzulassen. Wir duschen, waschen Wäsche und chillen ein bisschen.
Abends machen wir uns auf die Suche nach einem Restaurant, können uns aber noch nicht so entscheiden und laufen erstmal ein bisschen hin und her. Plötzlich ein lauter Knall und 20m weiter liegt eine ältere Dame mitten auf der Hauptstraße. Wir stürmen hin. Sie blutet aus einer Kopfplatzwunde, ist nicht ansprechbar und hat ein sehr unphysiologisches Atemmuster. M. hat schon Handschuhe an, während ich vergeblich versuche, die Dame anzusprechen. Mein Italienisch ist ja auch nicht gerade berauschend. Mehrere Italiener finden sich zusammen und während zwei von ihnen, anscheinend keine Laien, die Erste Hilfe mit übernehmen und ein anderer Teil den Rettungsdienst und die Polizei verständigt, stehe ich auf der Hauptstraße und regle den Verkehr. Die Guardia Civil kommt und guckt sich das Ganze mit an, telefoniert herum. Die Frau scheint währenddessen das Bewusstsein wiedererlangt zu haben, ist aber nicht orientiert. Der Rettungsdienst kommt endlich und bald darauf ist auch ein Helikopter zu hören. Aus dem seilt sich der Notarzt ab. Ein Polizist fragt, was geschehen sei, aber bis auf den lauten Knall können wir ihm auch nichts berichten. Die professionelle Hilfe macht weiter und M. und ich uns wieder auf Nahrungssuche. Wir entscheiden uns für ein recht volles Restaurant und essen gut. Auf dem Rückweg ist die Unfallstelle schon geräumt. Was wohl aus der alten Dame geworden ist?

Rettungseinsatz in Jesolo

Sonntag, 14. August 2011

Ponte della Priulà -> Bocca Callalta


Die Mücken kamen gegen Morgen. Es hat nicht viel abgekühlt und ich lag ziemlich aufgedeckt und wache um 5:30 auf, weil meine Beine an mehreren Stellen jucken. Ich wickle mich in die dünne Decke ein und döse noch eine Stunde. Aufstehen, fertig machen. Frühstück im Zimmer. M. hat Kopf- und bekommt Zahnweh. Das Außenthermometer zeigt 25°C um 8:30. Puh. Da geht das Geschwitze schon los. Am Ortsrand geht es auf einen recht zugewachsenen Hochwasserdamm, wo wir uns bei Schwüle durch den Dschungel kämpfen. Nach einer Stunde werden die Wege besser, ab jetzt geht es fast ausschließlich auf Fahrwegen weiter. Ich fantasiere schön vor mich hin, was bei der Hitze sehr gut geht. In Cimadolmo finden wir die Roxy-Bar nicht, wo wir zwei große Getränke von den Bikern vom Col Visentin spendiert bekommen hätten. Wir suchen aber auch nicht den ganzen Ort ab. Weil der Hochwasserdamm hier als Ortsumgehungsstraße fungiert, laufen wir auf dem Gehweg der alten Durchfahrtsstraße weiter, der 3km lang bis Stabiuzzo führt. 

Kiwibaum


Danach geht’s noch mal ein wenig an der nicht so arg befahrenen Straße weiter, bevor wir nach einer Kreuzung kurz auf einem Feldweg und dann wieder auf einem Sträßchen auf dem Damm weiterlaufen. Um uns herum viel Wein und Mais, kleine Orte, einzelne Häuser, viele recht alt und / oder heruntergekommen. Pipi-Pause und ein bisschen später in Ermangelung eines besseren Platzes Mittagspause am Straßen- und Dammrand, Füße auf dem Gras hängen lassen. Die Schwüle hat sich gelegt, warm ist es trotzdem. Dank der Abkürzung über die Straße durch Cimadolmo haben wir Zeit gut gemacht. Ich hoffe, morgen geht das auch, da wäre die Etappe an sich 8h lang. Das macht bei der Hitze keinen Spaß. Mein Ausschlag ist nicht mehr ganz so entzündet und geschwollen und tut auch weniger weh als gestern. Habe morgens gleich noch mal Cortison darauf und auf die Mückenstiche geschmiert. Dann geht’s weiter. Noch das Sträßchen bis Ponte de Piave unter der Bahnlinie durch und dann an einer großen Straße am Fahrbahnrand über den Piave, den wir seit Belluno das erste Mal wieder zu Gesicht bekommen, auch wenn wir seit anderthalb Tagen dessen Ufer folgen. Am Fluss baden und grillen Leute. Im Großen und Ganzen war der Tag recht ereignislos, von den Blicken zurück auf Hügel und Berge haben wir wegen Dunst wenig gehabt. M. quält sich mit all seinen Schmerzen. Ich habe recht gut in meiner Fantasiewelt gelebt. Das Albergo Callalta finden wir recht bald. Nach dem Einchecken dusche ich kalt und wasche noch mal einiges. Dann chillen wir den Rest des Nachmittags, was auch sehr gut tut. Um 20:00 gehen / humpeln wir noch ein bisschen die Hauptstraße auf und ab und essen dann Pizza im Haus. Eine italienische Familie mit einer etwas hyperaktiven Tochter isst auch draußen, alle anderen essen innen. Es hat schon etwas abgekühlt, ist deutlich angenehmer als gestern Abend. Zum Nachtisch gibt’s Eis, das ist aber nicht so lecker. Auf dem Zimmer schließen wir die Fenster und schreiben. Morgen gibt’s ab 7:00 Frühstück, vielleicht kommen wir ja etwas eher los. Ich will nicht so ewig in der großen Hitze laufen. Hoffe, wir können ein bisschen was abkürzen. Morgen ist Maria Himmelfahrt, vielleicht ist wegen des Feiertags wenig Verkehr.

der Piave: fast wie an der Isar

Und dann kam die Nacht. Eine Mücke war abends im Zimmer, vielleicht zwei. Nachts waren es dann Dutzende. Ich habe es zuerst gar nicht so mitbekommen. Es war total heiß, ich konnte kaum schlafen, bin mehrmals aufgestanden, habe was getrunken, mich abgewaschen. Um kurz vor halb 4 steht M. auf, meint, er könne das Gesurre nicht mehr ertragen. Immer wieder kreisen Mücken um die Ohren, er hat auch schon mehrfach um sich geschlagen. Wir schließen die Fenster, machen Licht an und überall sind sie, an der Wand, an der Decke, in der Luft surrend, tot im Bett und an M. Mit Latschen und einem feuchten Handtuch erledigen wir viele, viele, aber es ist eine Sisyphos-Arbeit. Es kommen immer neue nach. Irgendwann haben wir es fast geschafft. Wir schwitzen wie irre, ich schalte die Klimaanlage ein, ein bisschen Abkühlung. Wir duschen noch mal, mittlerweile ist es halb 5 und schlafen mit eingeschalteter Klimaanlage den Rest der Nacht, lang ist es ja nicht mehr. Ein, zwei Mücken leben wohl auch noch…

Samstag, 13. August 2011

Tarzo -> Ponte della Priulà


Aufstehen um 7:00, es hat zumindest ein bisschen abgekühlt. Die Wäsche ist trocken geworden. Zum Frühstück gibt’s frische warme Brötchen mit Apfelmus. Christina kommt auch zum Essen und fragt, ob sie das erste Stück mit uns laufen kann. Kein Problem. Es ist schon sehr warm, als wir um kurz vor 9:00 starten. Ich trage Crocs, weil meine Füße so heiß sind. Die Unterschenkel sind etwas geschwollen, rechts mehr als links. Anfangs geht’s sehr hügelig durch Wald, kleine Ansiedlungen, auf kaum befahrenen Straßen an Weinbergen vorbei. Das hier ist die Prosecco-Gegend. Das Laufen geht gut. Um kurz vor 11 sind wir an der Mulinetto della Croda, einer netten alten Mühle. 3 Graugänse paddeln im Wasser, zu denen M. meint, die hätten aber große Enten hier. 


Kurze Pause, dann geht’s weiter auf der Fahrstraße durch mehrere Orte. Die Füße werden wärmer. Es ist ein bisschen öd und sehr heiß. Puh, ich habe keine Lust mehr. In Barbisano kommen wir leider an keinem Supermarkt vorbei, das heißt, ich muss meine Frischobst-Träume zum Mittagessen begraben. Ich bin genervt. Christina verabschiedet sich, geht einen anderen Weg weiter und fährt dann zurück nach Tarzo, wo sie eine weitere Nacht verbringt. Von dort geht’s dann morgen per Anhalter und Bahn nach Venedig, wo abends ihr Flieger nach Deutschland geht. Wir gehen also allein weiter. Ich habe schon viel Hunger. Ein bisschen schattig geht’s auf einer Nebenstraße nach Collalto hinauf, wo wir am Dorfplatz mit Wasserstelle Pause machen. Ich sitze auf einer Mauer und lasse die Füße baumeln, abkühlen können sie bei der Hitze nicht. Ich esse Kekse und Apfel. Dann geht’s mir schon etwas besser. Die Waden spannen ein wenig. M. geht noch zur Burg rauf und guckt sich ein wenig um. Dann geht’s weiter die Straße entlang. Hier ist fast kein Verkehr. Die Straße geht in einen Schotterweg über, es wird waldig. Ich habe die Bluse wieder ausgezogen. Der Weg zieht sich, ab und zu können wir recht und links in die Ebene schauen. Dann geht’s nach links, die letzten Höhenmeter vor Venedig hinauf und dann durch kleine Örtchen hinunter in die Piave-Ebene. Hier verschürt jemand etwas, es stinkt nach verbranntem Plastik. Die Sonne knallt wieder vom Himmel. Irgendwann erreichen wir Colfosco, überqueren die Hauptstraße und laufen auf dem Hochwasserdamm noch eine Weile recht schattenlos bis Ponte della Priulà. Hier geht’s links weiter und wir gehen gleich mal in den großen Supermarkt an der Brücke, wo es sehr viel Auswahl gibt und ich mich nicht entscheiden kann, was ich nehme, obwohl ich die Dusche schon sehr laut rufen höre. Bis zum Hotel San Carlo sind es dann aber noch mal 10 Minuten entlang der Hauptstraße. Von außen sieht es geschlossen aus, zumindest du Bar hat zu. Wir rütteln an der Tür, geschlossen, aber kurz darauf wird die Tür von innen geöffnet von einer älteren Italienerin, die uns kaum versteht. Sie checkt uns sehr langsam ein und meint, ihre Tochter käme in einer Stunde, die könne englisch. Um 16:30 sind wir dann endlich im Zimmer. Duschen, Haare und Wäsche waschen, danach fühle ich mich gleich besser. 35°C draußen sind einfach zu viel. M. duscht auch. Ich gucke mir die Etappe von morgen an und lege die Beine hoch, die Waden dick eingecremt. Die Füße tun weh, sind ein wenig geschwollen. Nun ja.
Wir chillen ein wenig und fragen uns, wann die Tochter käme. Um 19:00 gehen wir runter. Sie ist da und checkt gerade zwei ältere Sachsen ein, ich übersetze für diese. Wir bekommen einen Schlüssel für die Hintertür, die Bar ist geschlossen, Frühstück gäbe es gegenüber. Wir bezahlen und gehen gleich danach noch in den anderen großen Supermarkt auf der anderen Seite vom Hotel, Frühstück für morgen kaufen, bevor der um 19:30 schließt. Dann schreiben wir noch ein bisschen und machen uns auf den Weg zur Pizzeria, die uns die Hoteldame empfohlen hat. Es sind immer noch 27°C. Wir sitzen draußen. Der Kellner ist sehr nett, spricht englisch mit uns. Ich bestelle eine Gemüsepizza mit Salami. Als unser Essen kommt, treffen die Sachsen ein und ich übersetze noch mal. Das ist schon ein witziges Pärchen: Sie probiert gern alles aus, er mag keine Pizza und hat damals in der Schule ja auch nur Russisch gelernt. Wie hat es die wohl hierher verschlagen? Bestimmt wollen sie noch nach Venedig. Beim Zahlen bekommen M. und ich noch einen Schnaps ausgegeben als Dank fürs Übersetzen.  Zuerst ein pappsüßes Zitronenzeug, dann Liquorice. Der war sehr lecker. Wir verabschieden uns und essen auf dem Heimweg noch Eis. Mittlerweile sind es noch 24°C. Im Hotel hängen wir die gewaschenen Sachen auf den Wäschetrockner auf den Balkon, den ich gerade entdeckt habe. Dann schreiben wir weiter. Ich bin wieder müde, fühle mich im Allgemeinen okay, die Beine tun nicht mehr weh. Ich habe vor dem Abendessen aber auch eine Ibu 400 genommen und Cortison geschmiert.

Freitag, 12. August 2011

Rifugio Col Visentin -> Tarzo


7:00, der Morgen ist klar, ein paar der Biker schon auf den Füßen. Frühstück, packen, beim Bezahlen bekommen wir von Giovanni noch MV-Aufkleber geschenkt. Los geht’s, langbeinig, erstmal eine Stunde den Fahrweg abwärts. Die Dolomiten zur Nord-, Venetien zur Südseite. Ein bisschen diesig ist es, aber warm. Ich zippe die Hosenbeine ab und ziehe kurz darauf das Hemd aus. Dann geht’s ein bisschen den Kamm entlang auf Pfaden, noch mal hoch und runter. Es geht an ein paar Häusern vorbei. Beim Absteigen tut mein rechtes Knie weh. Die Fliegen hier nerven ungemein, schwirren um und in die Ohren, was mich sehr aufregt und der Landschaft seinen Reiz nimmt. Irgendwann gelangen wir beim Rifugio Pian de la Femene auf einen Fahrweg. Hinter uns kommen unsere italienischen Biker den Hang herunter, was bei mir wieder die Frage aufwirft, wie man in dem Gelände Radfahren kann. 


Rückblick auf Belluno und die Dolomiten

Rückblick zum Col Visentin
Weiter geht’s eben auf dem Fahrweg. 700 Höhenmeter sind wir schon abgestiegen. Geradeaus, geradeaus, eine scharfe Linkskurve, dann geht’s weiter geradeaus. Hier sind wenigstens kaum noch Insekten unterwegs und ab und zu gibt’s Schatten. Bald für längere Zeit, als es in den Wald hinein geht, während wir langsam weiter an Höhe verlieren. An einem Baum am Wegesrand mache ich Pipi-Pause und kurze Zeit später sitzen wir auf einem Baumstumpf und machen Mittagspause. Ich habe schon gemerkt, dass meine Waden etwas brennen, sie sind leicht gerötet, jucken aber nicht, also keine Sonnenallergie. Ich denke, ich habe Sonnenbrand. Schmiere etwas Arnikasalbe darauf und zippe die Hosenbeine wieder dran. Dann geht es schier endlos auf Serpentinen bergab. Die Ebene kommt näher, die Waden tun immer mehr weh. Irgendwann sind die Serpentinen vorbei und Sottocroda erreicht. Die Sonne knallt vom Himmel, puh, ist das warm! Die Füße tun weh. Tarzo ist schon in Sicht, es dauert aber noch eine Weile, in der wir erst am Straßenrand, dann auf der Straße laufen, fast von einem Volldeppen überfahren werden, der gerade einen Traktor überholt, bevor wir auf einem Feldweg weitergehen. Im nächsten Dorf bleiben wir zur Orientierung kurz stehen und als wir weiterlaufen, tun mir die Waden so weh, dass mir die Tränen kommen. Wie kann ich mich nur so verbrannt haben? Ich will nur noch ankommen. An einer Abzweigung nach rechts, wieder ein Stück aufwärts erreichen wir Tarzo und laufen durch den Ort zum Albergo Ai Pini. Einchecken, Hose runter. Die Waden sind knallrot, angeschwollen, schmerzen. Das ist kein Sonnenbrand! Anscheinend bin ich gegen irgendein Kraut, an dem ich heute vorbegestreift bin, allergisch. 

Über der Tür hängt ein Hundertfüßer, den wir gemeinsam mit Hilfe von Glas und Papier aus dem Fenster befördern. Dann nehme ich mein Zeug und gehe ins Bad. Vom Klo hat man einen tollen Blick auf den Parkplatz, es guckt aber keiner hoch. Dann in die Sitzbadewanne, Waden kühlen. Eine Wohltat. Leider kommt sonst auch kein warmes Wasser, also muss ich mit kaltem die Haare waschen. Der Wasserdruck lässt auch zu wünschen übrig. Egal, Hauptsache sauber. M. geht’s in der Dusche eine halbe Etage tiefer auch nicht besser. Waden eincremen, Wäsche waschen, die hoffentlich trocknet, Siesta machen. Um 17:00 klingelt der Wecker, langsam aufstehen. Ich muss Kortison schmieren. Der Schmerz ist besser geworden, aber die Waden sind feuerrot gepünktelt. Ich fühle mich krank, als ob ich Fieber bekäme. Wir gehen in den Ort, schauen bei der Kirche vorbei, heben Geld ab, essen Eis bei der Gelateria, dessen Besitzer 10 Jahre im Ruhrpott gelebt hat, beobachten MTBler beim Wassertrinken und –auffüllen am Brunnen, gehen im Supermarkt einkaufen. Auf dem Rückweg fällt mir ein, dass am Montag ja Feiertag ist und ich zu wenig gekauft habe. Dann muss ich morgen auf dem Weg noch was holen. Ich döse noch mal ein bisschen, bevor wir um kurz vor 8 runtergehen. Christina, die MV-Wanderin von gestern ist auch hier. Zum Essen gibt es Baguette mit Tomate und Feta als Antipasti, Rosmarinhühnchen mit Zucchini und Pommes zum Hauptgericht. Weil wir uns so lange und gut unterhalten, wird es 10 Uhr, bis wir uns verabschieden. M. und ich sitzen anschließend bei Grappa aus Belluno und Schoki im ersten Stock, während unser Zimmer noch mal durchlüftet. Ich fühle mich nicht mehr fiebrig, bin aber sehr müde. Die Waden schauen gruselig aus, tun aber wenigstens nicht mehr weh.

Donnerstag, 11. August 2011

Belluno -> Col Visentin


Wieder aufstehen um 7:30. Das letzte Mal süß frühstücken, zum Abschied bekommt jeder von uns ein Fläschchen Grappa geschenkt. Reste packen, um 8:45 geht’s los. Die Sonne scheint, aber es hängen schon ein paar Wolken an den Bergen. Ein letztes Mal geht’s in die Stadt, neben dem Rathaus die Treppe runter zur Ponte della Vittoria. Das ist der tiefste Punkt heute, von da ab geht’s nur noch bergauf. Erst auf einem Teerweg raus aus Belluno rein nach Castion. 

Rückblick nach Belluno


 Über Straßen geht’s durch einige Dörfer, in Cirvoi grüßen die Leute sehr nett, wir haben Aussicht auf Belluno. Dann wird der Fahr- zum Schotterweg, ich laufe bis zur nächsten Kreuzung bergauf, ziehe dann meine Bluse aus, weil mir so warm ist und warte auf M. Eine Weile geht es recht eben weiter, bis wir eine Teerstraße erreichen, die nach Nevegal führt. Wir gehen ein Stück durch den Ort zu einem Parkplatz, wo ein Hochseilgarten ist und diverse Wanderwege. Einen gehen wir bergauf, wieder im Wald. Irgendwann treffen wir auf einen Fahrweg, der zu einer Bar führt. Weiter geht es wieder auf einem Pfad durch den Wald bergauf. Ich warte an einer Hütte mit mehreren Italienern auf M. Wir machen noch ein paar Höhenmeter, an der Hütte ist zu viel los, und dann endlich Mittagspause. M. entspannt sich, danach geht’s ihm besser. Noch ein bisschen Wald-, dann Wiesenaufstieg und dann sind wir oben, sehen die ersten Antennen, gehen an einem Weidezaun entlang, und landen schließlich auf einem Fahrweg. Am Rifugio Bristot vorbei, wo viele Leute Pause machen, geht es auf der Sonnenseite des Kamms weiter, während von Süden Wolken herüberschwappen. Noch ein bisschen bergauf, das Col Visentin sehen wir schon von weitem halb im Nebel liegen. Aus dem Nebel hallt Schafblöken zu uns. 



Rifugio Col Visentin

Dann sind wir da, checken ein, beziehen im Keller erst ein Lager, dann ein Zimmer, als einige MTBler auch noch einchecken. Waschen. Es ist sehr kalt im Zimmer, also gehe ich schon mal hoch in den Gastraum. Bis auf die Kälte ist es schon sehr urig hier, das war (oder ist) mal alles militärisch hier, ein entsprechendes Antiquariat liegt und hängt herum. Ich trinke einen Tee, der ein bisschen hilft. Eine andere MV-Wanderin checkt ein, wir unterhalten uns ein bissl. Die Biker (7 oder 8) essen derweil Käse, der hier auch angeboten wird und trinken Bier und Wein. Abends friere ich immer noch, also wird die Tür zur Gaststube geschlossen. Weil Giovanni gerade kocht, wird es richtig warm. Außen sind die Wolken mittlerweile weggezogen, die Sicht wird besser. Es hängt aber immer noch Dunst an den Bergen, die Gipfel ragen jedoch klar darüber. Christina, M. und ich essen eine Bergplatte: Polenta, gebratenes Fleisch und Käse, Pilze, Gemüse. Lecker. Dazu gibt es Rotwein und jetzt ist auch mir endlich warm. Die Biker sind schon beim Schnaps angekommen und wir bekommen welchen spendiert. Der Kümmelgrappa ist aber nicht so mein Fall, bei der nächsten Runde bekomme ich Heidelbeere und dann Waldfrucht. Zwischendurch machen wir draußen Fotos vom funkelnden Venetien zu unseren Füßen. Die Biker singen und wir verabreden, da wir am Sonntag durch ihren Heimatort laufen, dort in der Bar vorbeizuschauen. Um 10 gehen wir ins Bett, während die Italiener, die scheinbar nicht so viel vertragen, noch weiter fröhlich sind. Ich schlafe relativ gut trotz durchgelegener Matratze und friere nicht.

 
Veneto bei Nacht

Mittwoch, 10. August 2011

Belluno: Tag 2


Aufstehen um 7:30. Süßes Frühstück. Heute ist relaxen angesagt. Wir machen uns auf, die Stadt noch weiter zu erkunden, laufen durch viele Gassen, benutzen die Rolltreppe vom Dom zum Großparkplatz am Piave, laufen ein Stück am Fluss entlang. Im Schatten ist es sehr kühl, aber nachdem wir ein bisschen gelaufen sind, wird mir warm. Wir gehen in ein paar Klamottenläden, weil ich auf der Suche nach einem Oberteil bin. Finde aber keins. Egal. Zwischendurch sitzen wir auf einer Bank im Schatten und beobachten die Leute. Zum Mittag gibt es Kekse aus dem Supermarkt, einen Apfel und einen Joghurt-Drink, nachdem ich meinen Löffel im B&B habe liegen lassen. Wir wechseln auf eine Bank in der Sonne, M. schreibt Tagebuch, ich lese. So geht das eine ganze Weile, bevor es wieder zu kühl wird, wir einen kurzen Abstecher zu einer Kirche machen und anschließend wieder auf dem Platz am Springbrunnen auf einer Bank in der Sonne sitzen und ich weiter lese. Ich werde das Buch schaffen, bevor wir Belluno morgen wieder verlassen und weiterziehen. Dann essen wir noch Eisbecher, die aber eher durchschnittlich sind. Wir gehen zurück zum B&B, duschen, Haare waschen, rasieren, weiter lesen. M. döst ein bisschen, bevor auch er duschen geht. Währenddessen lese ich das Buch aus und bin ein bisschen enttäuscht, weil sich die zwei Hauptcharaktere eben doch nicht kriegen. Aber das Buch ist eines aus einer ganzen Reihe, vielleicht wird es ja doch noch was und die zwei sind doch noch nicht zu kaputt. Wir machen uns fertig und gehen wieder in die Stadt zum Abendessen. In der gleichen Pizzeria wie vorgestern gibt es heute Calzone für uns. Zum Nachtisch essen wir beide noch mal zwei Kugeln Eis. Im B&B packen wir und schauen uns die nächsten Etappen an.






Dienstag, 9. August 2011

Belluno: Tag 1


Wir stehen um 7:30 auf. Nachts hat es noch mal kurz gewittert. Wow, der erste Tag, an dem wir nicht packen müssen. Wir wollen von hier aus zum Rifugio 7° Alpini laufen. Beim Frühstück treffen wir Zoe, die heute Dolce Vita in der Stadt machen will und zwei fränkische D1-Wanderinnen, die sich über alles aufregen und sehr unhöflich sind. Die Nacht war ihnen zu laut, das Frühstück zu süß, das Wetter zu schön… das nervt! M. packt seinen Rucksack und wir machen uns auf den Weg Richtung Bar Roanza. Der Aufstieg erfolgt auf einer Teerstraße. Wir finden die Bar nach einer Weile und müssen wieder ein Stück zurücklaufen, weil wir den Abzweig verpasst haben. Dann geht’s auf einem Schotterweg weiter bergauf, im Wald. Ein Tunnel muss passiert werden. Im Tunneleingang ist eine riesige Pfütze. Dann geht’s in Serpentinen erstmal wieder bergab. Na toll. Die ganzen Höhenmeter waren also umsonst. 



Als wir auf den anderen Weg treffen, ist es schon 11:50, wir sind aber auch erst um 9:00 gestartet. 800 Höhenmeter liegen nun wieder vor uns. An einem Bach entlang geht es stetig aufwärts, teilweise tropft Wasser vom Felsen. Wir sehen viele Alpenveilchen und kommen (zu) langsam voran. Immer wieder treffen wir auf Hinweisschilder mit dem aktuellen Standpunkt und Höhenmeterangaben. Irgendwie geht’s nicht voran. Noch immer 460 Höhenmeter nach einer Stunde. So wird das nichts. Um die Gipfel ziehen auch schon wieder dunkle Wolken, die bald auch M. sieht und beschließt, dass es keinen Sinn mehr macht, weiter aufzusteigen, wenn wir dann eh keine Aussicht hätten. Wir kehren wieder um und machen an einer Betonbrücke Mittagspause. M. isst einen Müsliriegel und ich gebe ihm meine Kekse, nachdem ich selber zwei gegessen habe, und esse einen Apfel. Dann geht’s weiter bergab und ich grüble wieder viel. Es dauert eine Weile, bis wir wieder den Abzweig erreichen, an dem wir vorhin auf den Weg gestoßen sind und diesmal geradeaus weiterlaufen. Die Wege sind gut, aber lang. Irgendwann kommen wir bei Casa Bartot wieder auf eine Fahrstraße, die uns langsam bergab wieder nach Belluno führt. Ich sinke nach meinem nicht so reichhaltigen Mittagessen langsam in den Unterzucker, aber es findet sich kein Lebensmittelladen am Weg. Die Sonne scheint, an den Bergen hängen aber weiterhin die Wolken. Irgendwann erreichen wir wieder das urbane Belluno und gehen gleich in den Supermarkt, der am Weg liegt, essen Nippon. Im B&B geht’s mir wieder gut, ich gehe duschen, mache meine Nägel und lese das Buch weiter. M. schläft ein bisschen und macht sich dann fertig. Wir gehen in die Stadt und treffen Zoe und die anderen MV-Wanderer vom Passo Duran in der Eisdiele, quatschen noch ein bisschen, bevor wir uns zu dritt aufmachen in die Taverna, einem Restaurant, das die Frau von der Touri-Info sehr empfohlen hat. Wir sind um halb 8 die ersten Gäste und es dauert eine Weile, bis unser Essen kommt. Sehr milchige Polenta mit Pilzen, Skiz (Käse) und einer Boulette. Schmeckt okay. M. isst wieder ein Eis zum Nachtisch, mir ist es dafür zu kalt. Zurück im B&B checken wir auf Zoes Stadtplan von Venedig, wo ungefähr unser B&B dort liegt und verabschieden uns von ihr. Sie wird morgen weiterlaufen, wir uns aber in Venedig noch mal treffen. Ich trinke Rotwein und lese noch ein bisschen, bin aber bald sehr müde.

Montag, 8. August 2011

Rifugio San Sebastiano -> Belluno


Eine Autoalarmanlage weckt uns unsanft um 6:00. Es regnet, Wolken hängen am Pass. Okay, meine Entscheidung ist getroffen. Wir frühstücken gut, sogar mit Graubrot. Die zwei Damen, Zoe und ich werden mit dem Taxi nach Agordo fahren und von da den Bus nach Belluno nehmen. Der freundliche Wirt bestellt ein Taxi, dann machen wir uns fertig. Die Wanderstiefel befreien wir von Zeitungen und Dreck mit einem Stock, ich lasse meine Crocs an. M. will nach Agordo laufen und dann den Bus nehmen, zwei andere MV-Wanderer auf der Passstraße laufen. Das Taxi kommt um halb 10, ich sitze ganz hinten. Der Taxifahrer unterhält sich mit Zoe auf deutsch, bietet uns an, uns für 60€ gleich nach Belluno zu fahren anstatt für 40€ nach Agordo, wir sagen zu. Die Straße ist logischerweise sehr kurvig, von CD kommt zünftige bayrische Volksmusik, aus der Klimaanlage kalte Luft und ich wünsche mir schon vor Agordo, wieder aussteigen zu können. Der Fahrer fährt gut, aber irgendwie kann ich das nicht mehr, irgendwo mitzufahren, vor allem, wenn ich hinten sitze. Ich starre aus dem Fenster und es geht mir immer schlechter, während Belluno langsam näher kommt. Mein Blutdruck sinkt, Hände und Füße fangen an zu kribbeln, mir ist übel, ich bin kaltschweißig. Endlich, Belluno, Bahnhof. Ich stürze aus dem Taxi und setze mich an die Bordsteinkante in die drückende Schwüle. Die Sonne scheint. Eigentlich wollte der Taxifahrer Zoe und mich noch zur Touri-Info fahren, aber ich lehne dankend ab. Während die Damen ihre Rückfahrt nach Amberg organisieren, sitze ich und konzentriere mich aufs Atmen bei einem geschätzten RR von 60/40, mein Puls ist kaum tastbar. Aber es wird besser. Ich ziehe mich um, Pulli aus, kurzärmliges Oberteil an. Die Damen verabschieden sich, Zoe und ich gehen langsam durch die Stadt zur Touri-Info, wo uns die Dame zum billigsten B&B zurück Richtung Bahnhof schickt. Es sind noch Zimmer frei, prima, Zoe bleibt für 2 Nächte, wir für drei. Wir sammeln unsere Wäsche und machen uns auf die Suche nach einem Waschsalon. Den in der Stadt gibt es nicht mehr, der nette junge Mann aus dem Obstladen nebenan schickt uns wieder nach Norden zurück, also tragen wir unsere Wäsche durch das immer schwülere Wetter. Den zweiten Waschsalon gibt’s auch nicht mehr, wir geben auf und wollen die Wirtin fragen, wo wir einen Waschsalon finden können. Auf dem Rückweg holt sich Zoe ein Eis. Die deutsch-sprechende Wirtin bietet uns an, unsere Sachen zu waschen und im Garten aufzuhängen. Prima! Ich nehme mir einen englischen Krimi (mein erster Karin Slaughter Krimi) aus dem Bücherregal und fange an zu lesen.


M. schreibt, er komme gegen 3 am Bahnhof an. Ich lese, während es sich draußen bedeckt, esse Kekse. Gehe um kurz nach halb zum Bahnhof und lese noch weiter, bis M. kommt. Auf dem Rückweg fängt es an zu tröpfeln. M. sagt, er habe in Agordo strahlenden Sonnenschein gehabt. Als wir dort waren, hing da noch die dickste Suppe an den Bergen. Im B&B schläft er erstmal eine Weile, während es draußen regnet. Unsere Wäsche steht im Trockenen unterm Balkon. Ich lese weiter. Irgendwann steht er auf, duscht. Es hat aufgehört zu regnen. Draußen ist es wieder schwül. Um 18:00 verlassen wir das Zimmer und gehen zur Touri-Info, holen uns Anregung, was wir hier die nächsten zwei Tage machen können. Dann laufen wir noch ein bisschen herum. Mein Bauch drückt. Wir begegnen Zoe und Juliane, die sich freut, uns wieder zu sehen und wie gewohnt die ganze Zeit plappert. Wir suchen eine Pizzeria und finden eine mit Wintergarten über dem Piave und Blick auf den Nevegal. Das Essen ist okay, die eine Bedienung kann nicht lächeln. Juliane wird von Zoe aufgefordert, doch bitte beim Essen ruhig zu sein. Meinem Bauch geht’s im Sitzen besser. Nach dem Zahlen verabschiedet sich Juliane, sie fährt morgen von hier nach Hause. M. und ich essen noch ein sehr leckeres Eis und gehen dann mit Zoe nach Hause. Ich dusche, wasche noch mal meine Haare, weil alles so klebrig ist, und die Klamotten, die ich gerade angehabt habe und hänge sie auf den Wäschetrockner. Anschließend lese ich noch bis 24:00.

Sonntag, 7. August 2011

Rifugio Tissi -> Rifugio San Sebastiano


6:30. Ich habe furchtbar viel geträumt, aber nicht so toll. Bin immer noch müde trotz der langen Nacht. Das Frühstück ist gut, es gibt Weißbrot, soviel wir wollen, 3 Marmeladen. Das reicht erstmal. Um 7:55 geht’s los. Es ist windig, Wolkenfetzen fliegen über das Land, hängen an den Bergen. Es geht abwärts. Nachts scheint es wieder geregnet zu haben, der Weg ist recht matschig und zieht sich. Kühe stehen herum, ein paar Leute kommen uns entgegen. Um 9:40 sind wir im Rifugio Vazzoler, Pipi-Pause auf Loch-im-Boden, kurzer Abstecher in den Botanischen Garten. Weiter auf der Fahrstraße bergab. In der dritten Kehre kommt dann unsere Kreuzung und es geht durch Wald und Geröllfelder wieder bergauf. Anstrengend. Schwül. Bedeckt. Wolken ziehen den ganzen Tag. Das nervt! Ich bin müde, bekomme langsam Hunger, M. will noch nicht essen. Also weiter, Geröllfelder, bergan. Dann fängt es an zu regnen. Na super. Das hat noch gefehlt. Hoch geht’s, Kapuze rauf, Kapuze runter, Forcella erreicht. Dann geht’s wieder bergab. Regen. Ich bin maximal frustriert und heule, bin an einem Punkt, wo ich nicht mehr will. Unter einem Baum auf einem Felsen im Halbtrocknen mache ich Mittagspause. Zoe läuft vorbei, M. kommt ein paar Minuten später, will mich nicht allein lassen, macht Pause im Stehen. Dann geht’s weiter, durch niederen Wald, noch mal Blockwerk, dann ein ganz neu angelegter Weg mit frisch gesägten Bäumchen, aber matschig. Im Rifugio Bruto Carestiato isst Zoe Suppe, wir gehen derweil weiter, sie will nachkommen. Wir nehmen eine Abkürzung zum Fahrweg und dann einen sehr matschigen Weg über eine Wiese hinunter zum Passo Duran und dem Rifugio San Sebastiano. 


Der Wirt spricht deutsch, wir checken ins Lager ein, wo zwei ältere Damen, die den Dolomiten-Höhenweg 1 gehen, liegen. Ich dusche, wasche endlich meine Haare und meine dreckigen Klamotten. Aufhängemöglichkeiten gibt es an den Stockbetten, am Kleiderschrank, den Vorhangstangen. Dann gehe ich runter in den Gastraum, trinke dicke, leckere, heiße Schokolade. Langsam geht’s mir wieder besser. Wir unterhalten uns mit den Damen aus Amberg und überlegen, wie wir weiterlaufen sollen. Ich habe keine Lust mehr auf matschige Wege im Nebel. Wir machen es abhängig vom Wetter morgen früh. Zum Abendessen gibt es Saltinbocca (Schnitzel mit gebratenem Schinken) und Bratkartoffeln. Rotwein. Nachtisch: Ritter Sport schwarz-weiß. Die anderen 3 gehen bald ins Bett, M. und ich diskutieren noch mal über den weiteren Weg. Habe keine Lust auf Nebelwanderung und Ostumgehung der Schiara, zu der wir nur die Angaben aus dem Internet haben und bei der viele Fragezeichen stehen: Gibt es ausgesetzte Stellen? Wie ist der Wegverlauf? Wie wird M. drauf sein? Dazu noch Matschepampe, Dauerregen oder zumindest hohes Regenrisiko. Ich verstehe M., der komplett durchlaufen will bis Venedig, aber das Thema ist für mich seit der Umfahrung der Gliderscharte eh schon gegessen. Nebelmatschwandern macht für mich keinen Sinn, die Motivation ist im Keller.

Samstag, 6. August 2011

Alleghe -> Rifugio Tissi


Der Wecker klingelt unverschämt spät um 7:30. Frühstück gibt’s erst ab 8:00. M. berichtet, dass es nachts sehr viel geregnet hat. Die Straßen sind nass. Ich habe nichts mitbekommen. Momentan ist es bewölkt. Die gewaschenen Sachen sind noch feucht. Bäh! Zoe geht’s besser, sie wird heute mit der Seilbahn nachkommen. Das Frühstück ist wieder reichhaltig, mit dicken Käsescheiben. Super! Dann packen wir fertig und ich ziehe das feuchte Unterhemd an. Der Mann vom Hotel bringt über eine antike Telefonanlage das Wetter in Erfahrung. Heute noch mal wechselhaft, morgen und übermorgen schöner, aber nachmittags Gewittergefahr. Um kurz nach 9 kommen wir los. Erst geht’s im Ort bergauf, in der Sonne ist es schon sehr warm. Nach den letzten Häusern erwartet uns ein Waldpfad, auf dem man sieht, dass von oben ganz schön viel Wasser runtergekommen sein muss, viele Rinnsäle laufen über den Weg. Steil geht’s bergan, aber hier im Schatten ist es schön kühl. Mitten im Wald steht ein Haus, das auch noch bewohnt aussieht. An der Mittelstation der Seilbahn haben wir schon 500 Höhenmeter geschafft. Hier ist momentan Großbaustelle, damit die neuen Lifte bis zur kommenden Wintersaison fertig sind. Weiter bergauf geht’s vorbei am Hochseilgarten erst wieder auf einem Pfad und bald auf einen Fahrweg. Ein paar junge Stiere fressen Gras am Wegrand, einer frisst Sand. Wir kommen erstaunlich schnell voran und sind um 11:20 an der Forcella d’Alleghe. Dann geht’s wieder steiler auf einem uralten gepflasterten Fahrweg und dann über Bergpfade bis zum Rifugio Coldai. Noch über einen Sattel und dann liegt der Lago di Coldai vor uns. Oder auch nicht, weil gerade eine Wolke durchzieht. M. will Pause machen, also setzen wir uns. Um uns viel Lärm, italienische Familien. Es wird kühl, ich ziehe die Jacke an, esse Kekse. Weiter geht’s um den See herum, ich ziehe mich wieder um, jetzt ist es wieder warm. Es geht kurz abwärts über Geröllfelder, dann eben weiter. Immer wieder ziehen Wolken über uns. Links liegt die Civetta, die fast immer verdeckt ist. Jetzt ist es viel ruhiger. Eine Gruppe kommt uns entgegen. Dann geht es wieder bergauf, eine Weile recht steil, bald kommt das Rifugio Tissi in Sicht. Die Sonne scheint wieder, einige Wolken schauen sehr nach Gewitter aus. Wir kommen um 15:00 trocken an, schneller als erwartet, ist aber auch okay. Die nächsten Tage werden anstrengend genug. 

Dreck reinigt die Mägen?



Rifugio Tissi
 Wir checken ein, nehmen ein 4-Bett-Zimmer, ich habe keine Lust auf Lager und es kostet auch nur 2€ mehr. Duschen entfällt dafür, weil zu teuer (4,50€), also waschen mit kaltem Wasser, die Haare nur feucht machen und dann morgen waschen. Ich mache noch den Hausgipfel nebenan, während M. schläft. Der Blick aufs 1300 Höhenmeter tiefer gelegene Alleghe ist atemberaubend. Aber nur kurz, dann ziehen wieder Wolken unter mir durch. Ich esse einen Apfel. Die Wolken werden immer mehr, ich gehe wieder zurück zur Hütte. M. steht auf, geht sich waschen. Zoe kommt an und ich schlafe noch bis 18:00. Dann geht’s in die Stube zum Abendessen: Nudeln mit Tomatensoße und Beilagensalat. Eine gute Portion, toll! Und das nach unseren eher schlechten Erfahrungen mit CAI-Hütten. Wir sind begeistert und werden satt. Wir schreiben Tagebuch und hören den Sitznachbarn zu, die vom Jakobsweg erzählen. Zoe gibt uns einen Nocciolatto-Grappa aus, sehr lecker, und geht dann ins Bett. Ich hole mir noch eine Ritter Sport Joghurt, brauche heute wieder Schoki. Um kurz nach 9 gehen wir auch ins Bett, sind müde.

1300 Höhenmeter tiefer...
ein bisschen Civetta

Freitag, 5. August 2011

Rifugio Viel dal Pan -> Alleghe


Der Wecker klingelt um 7:00, aber viele sind schon wach. Vor den zwei Bädern ist anstehen angesagt, also ziehe ich mich erstmal im Zimmer an, bevor auch ich mich einreihe. Trotzdem geht es recht schnell. Packen, das Frühstück ist reichhaltig und lecker, davon wird man satt. Draußen scheint die Sonne. Wir kommen gut weg, laufen erstmal eben ein Stück am Hang entlang, die Marmolada zu unserer Rechten. Irgendwann geht’s in Serpentinen abwärts, steil, aber okay. Die Stöcke trage ich am Rucksack. Ich komme als Erste am Ende des Fedaia-Stausees an. Dort warte ich auf die anderen. Ich laufe im Unterhemd weiter, weil es so warm ist. Das ist sehr angenehm. In Shorts bin ich heute schon gestartet. 




Es geht über die Staumauer zur Südseite des Sees. Zoe muss einen Harley-Davidson-Fahrer in Fahrt mit dessen Digicam fotografieren. Es geht entlang des Sees auf einer gesperrten Teerstraße weiter. Einige Touristen laufen hier herum und viele Rennradfahrer drehen ihre Runden um den Stausee. Dann geht es über Graswege ständig bergab auf Skipisten, was sich zieht. Es wird zum Gelatsche. Das Highlight gegen Ende der Pisten ist eine Schafherde, die gerade gezählt wird. Laut blökend wird sie zusammen getrieben. Es sind auch viele Lämmer dabei, eins ist gerade erst auf die Welt gekommen und steht noch mit wackligen Beinchen neben der Mama. Bald passieren wir die Talstation der großen Marmolada-Seilbahn. Wir laufen wieder auf Teerstraßen und weil mir die Füße wehtun, habe ich auf Crocs gewechselt. Es geht in die Sottoguda-Schlucht, einer Touristenattraktion mit Teerstraße und Blumenkästen an Brückengeländern. Dazu fährt hier auch noch ein Bimmelbähnchen durch. Viele Touris sind unterwegs. Es war bestimmt mal schön hier, aber so wie jetzt ist es einfach nur grausam. Irgendwann ist die Schlucht vorbei und es geht hinein nach Sottoguda, einem kleinen, nett anzuschauenden Ort. Wir kehren ein, es ist 12:20 und wir haben Hunger. Ich esse einen großen Salat. Der Himmel bezieht sich, ich ziehe mir wieder meine Bluse über und meine Wanderstiefel an. 


Wir zahlen und gehen weiter, bis Alleghe können wir jetzt einem ausgeschilderten Nordic-Walking-Pfad folgen. Es wird immer dunkler, die Wolken hängen tief und irgendwann fängt es an zu regnen. Wir laufen gerade im Wald. Zoe bleibt zurück, hat Bauchweh, sagt, wir sollen ohne sie weiterlaufen. Okay. Der Regen wird stärker, wir ziehen uns um, Hosenbeine dran, Poncho raus, während ein Fuchs über die Wiese rennt, weiter geht’s. So zieht sich natürlich der Weg. Ich habe eine Sauna unterm Poncho. Blöd, ich dachte, dass ich heute mal nicht so schwitzen werde. Der schöne Blick auf die Civetta bleibt uns erspart, sie ist leider mit Wolken verhangen. Irgendwann wird der Regen weniger und hört schließlich ganz auf, Poncho runter. Alleghe ist bald in Sicht. Vor uns laufen Ziegen auf dem Weg, davon eine uralte. Wir wechseln die Flussseite über eine Hängebrücke. 
Am Anfang des Ortes ist ein Stadtplan ohne Straßennamen und ein Stück weiter eine Hinweistafel auf Hotels ohne Stadtplan. Wie dämlich! Also gehen wir erstmal rein in den Ort und entdecken das Hotel Garni La Nava nach ein paar Minuten. Beim Einchecken wird uns gesagt, dass Zoe schon da sei. Sie wird einen Bus genommen haben. Sie hat ein Zimmer für sich allein, M. und ich ein Doppelzimmer. Zoe bemerkt unsere Ankunft und erzählt, sie habe Brechdurchfall und deswegen umgebucht. Sie sieht auch recht mitgenommen aus. Ich gebe ihr meine Imodium. Dann endlich aus den wieder verschwitzten Sachen raus, Poncho auf den Balkon zum Trocknen, duschen ohne Vorhang mit dem Erfolg, dass das halbe Bad nass wird. Egal. Wäsche waschen, Haut und Füße pflegen. Die nächsten Etappen lesen, während M. sich fertig macht. Dann gehen wir in den Ort, holen Geld und im Supermarkt Verpflegung für die nächsten Tage, eine neue Wasserflasche und endlich auch wieder Kekse. Davon essen wir gleich ein paar auf dem Weg zurück in die Unterkunft, während es wieder nieselt.  Der Schauer dauert ein Weilchen an, dann wird das Wetter wieder besser und lässt doch wieder ein bisschen Hoffnung aufkommen auf Sonnenschein morgen. Abends drehen wir noch mal eine Runde durch den Ort und essen dann Pizza in einem Restaurant. Gemüsepizza und Rotwein für mich. Wir beobachten die Leute, es ist viel los. Ein dicker Hund mit kurzen Beinen schafft es die Treppe rauf und wieder runter. Um 21:00 sind wir zurück im Hotel, schreiben Tagebuch und essen den Rest der Kekse.

Donnerstag, 4. August 2011

Boèhütte -> Rifugio Viel dal Pan


Aufstehen um 6:30. Draußen ist schönes Wetter, das heißt, Zoe und ich werden noch den Piz Boè besteigen. Packen, frühstücken (ein Brötchen, eine dickere Scheibe Brot, Schmelzkäse, Marmelade, Honig, Butter, trotzdem zu wenig), um 7:40 starten wir. Der Aufstieg ist steil, steinig, sandig, rutschig, ein Stück seilversichert. Puh, anstrengend. Oben scheint die Sonne am Rifugio Campanna Fassa und dem Teleskop-Spiegel. Die Aussicht ist schön, über einigen Bergmassiven hängen noch dunkle Wolken. Zoe trinkt einen Gipfelschnaps, wir machen Fotos und dann geht’s wieder runter. 

Gipfel und Marmolada


















Nicht ganz so steil, die Kletterpassagen gut machbar. In der Ferne sehen wir die Bergstation der Pordoi-Seilbahn, die die ersten Tagestouristen ausspuckt. Die kommen uns dann scharenweise entgegen, also gehen wir schnell zum Rifugio Forcella Pordoi, wo M. auf uns wartet. Dann folgt der lange Abstieg über sandige und steinige Serpentinen zum Pordoi-Pass. Zoe und ich sind relativ schnell, M. ist es ein bisschen zu steil. Relativ weit unten setze ich mich auf einen Felsen auf einem Grassattel und esse mein restliches Brot und die Gurke, lüfte meine Füße und warte auf M., der auch bald kommt. Zusammen gehen wir den Rest zum Pordoi-Pass, wo Zoe bei einer Suppe wartet. Wir klappern Souvenirshops auf der Suche nach schönen Ohrsteckern für mich ab, denn einer meiner Stecker ist kaputt gegangen. Im letzten Laden finde ich dann welche. Ein Etappenziel der Dolomiten-Rundfahrt wird aufgebaut, es gibt hier auch zwei Skulpturen mit Fahrrädern. 

ein bisschen pervers: mit der Rolltreppe zur Seilbahn

die Sella von hinten

M. und ich machen uns auf den Weiterweg, Zoe liest noch die Süddeutsche. Es geht wieder bergauf mit vielen Tagestouristen. Der Weg ist gut, wird bald eben und hält sich gegenüber der Marmolada, dem höchsten Dolomiten-Gipfel. Bald kommt auch der Fedaia-Stausee in Sicht, der von zwei Staumauern begrenzt wird, und schließlich auch die Hütte, wo jetzt viel los ist. Wir checken in ein 8-Bett-Zimmer ein und gehen dann erstmal duschen und die Wäsche waschen und aufhängen. Inzwischen ist unten auch nicht mehr so viel los. Wir essen eine Kleinigkeit (Salat!) und gönnen uns dann Linzer Schnitten, die Zoe, die inzwischen auch eingecheckt hat und frisch geduscht ist, empfiehlt. In der Sonne ist es schön, aber wenn Wolken durchziehen wird es kalt. M. und ich pflegen noch mal unsere Schuhe. Die Tristan-Familie ist auch hier und einige Biker checken ein. 

Fedaia-Stausee und Marmolada
Fedaia-Stausee und Civetta
Nach einer großen Wolke ist mir sehr kalt und Zoe und ich trinken heiße Schokolade. Lecker. Heute schreibe ich Postkarten. Weil es dann noch mal schön wird, gehen viele Leute noch mal raus, die Sonne genießen. Herrlich! Wir bestellen unser Essen außen und essen dann aber drinnen: Polenta mit Käse und Pilzen. Lecker und füllt den Magen. Dazu gibt's wieder Rotwein für Zoe und mich. Viele Leute gehen früh schlafen, so auch Zoe. M. und ich gehören zu den Letzten. Tristan rennt auch noch rum. Wir bekommen noch einen Grappa aufs Haus, der ganz schön reinhaut. Relativ beschwipst schlafe ich gut und tief mit mp3.