Sonntag, 23. Februar 2014

Ausflug nach Bhaktapur



Ich wache gegen 6:00 auf, weil draußen einer anfängt, zu hämmern. Ich muss aufs Klo, also gehe ich. 5 Minuten später noch einmal, weil ich Durchfall habe. Dann ist es aber gut. Ich gucke ein bisschen im Internet. A. schläft noch. Dann grübele ich noch eine Weile vor mich hin.
Um kurz vor 8:00 erwacht dann auch A. und wundert sich, wieder so lange geschlafen zu haben. Aber wenn sie es halt braucht… Wir haben ja auch keinen Stress. Wir machen uns fertig und suchen in der Freak Street einen Platz zum Frühstücken. Es ist aber noch fast alles geschlossen. Wir gehen in ein Restaurant gegenüber, wo gerade noch gekehrt wird. Wir bekommen nacheinander zwei recht klein geratene Banana-Pancakes. Egal. Fürs Erste reicht es. Durch die New Road geht es zum Kantipur. Wir gelangen zum Durbar Marg und von dort zum Busbahnhof, wo wir nach einem Bus fragen, der nach Bhaktapur fährt und werden gleich zu einem verwiesen, wo wir vorn Platz nehmen. Der Bus fährt gleich los und kämpft sich durch den Stadtverkehr Kathmandus. Auf guten Straßen geht es aus der Stadt auf den Highway, wo wir das erste Mal richtig funktionierende Ampeln in Nepal sehen. Die Fahrspuren sind hier auch baulich voneinander getrennt. Mittlerweile ist der Bus proppenvoll. Vorbei am Flughafen geht es durch mehrere Orte. In Bhaktapur werden wir raus gelassen. Der Contactor kassiert 50NRS und zeigt uns den Weg in die Innenstadt. 

Straßenverkehr in Kathmandu

Zu Fuß sind es etwa 5 Minuten, bis wir zu einem Kassenhäuschen kommen. Dort zahlen wir 1100NRS pro Frau und schauen uns dann den Potters Square, Durbar Square mit seinen Tempeln, die 5stöckige Pagode und alle möglichen anderen Tempel und Plätze an. Wir laufen immer wieder hin und her. Ein buntes Treiben herrscht, aber es ist bei weitem nicht so schlimm wie in Thamel. Aber auch hier wollen immer wieder Mofas hupend durchgelassen werden. Die Stadt ist laut Flyer, den wir an der Kasse bekommen haben, eine der 10 saubersten Städte Asiens. Das ist gut möglich, es liegt kein Müll herum und die Straßen und Gassen sind ordentlich gekehrt. 

am Potters' Square

vielarmige Gottheit

Durbar Square in Bhaktapur: alles aufgeräumt und ordentlich

die 5stöckige Pagode

Um kurz nach 12:00 setzen wir uns in ein Restaurant neben der Pagode. Der Schwede aus Chame ist auch hier, aber ich glaube nicht, dass er uns wieder erkannt hat. A. bekommt ihr Essen wieder zuerst und ist schon eine Weile fertig, bis meine Makkaroni mit Knoblauch-Käse-Soße endlich kommen. Ich würze mit Ketchup und Chili-Soße nach. Es schmeckt ganz ordentlich. Nach dem Essen bummeln wir noch eine Weile herum, gucken uns das Pfauenfenster an und setzen uns anschließend noch auf ein Lassi in ein Rooftop-Restaurant und beobachten das bunte Treiben auf dem Durbar Square. Dann gehen wir Richtung Busparkplatz und müssen uns nun durch die Taxifahrer kämpfen, die uns unbedingt fahren möchten (auf dem Hinweg drängten sich die Guides auf). Auf dem Minibus-Platz bekommen wir wieder zwei Plätze vorn in einem recht klapprigen Bus, der dann auch bald losfährt. Wieder zurück geht es auf dem Highway durch die Vorstädte am Flughafen vorbei nach Kathmandu. Wir steigen an der New Road aus und laufen durch die Menschenmassen zurück zur Lodge. Wir duschen heute leider nicht so warm wie gestern, aber erträglich genug. Trotz allem Blöden, das mich wohl erwartet, freue ich mich doch auf die Annehmlichkeiten und den Komfort daheim.

Das Pfauenfenster: nepalesische Schnitzkunst

auf den Dächern

Blick in die Berge

Dann machen wir uns noch mal auf den Weg nach Thamel durch den Feierabend-Verkehr. Auf dem Durbar Square gibt es gerade eine Veranstaltung gegen Diskriminierung. Wir laufen weiter durch die Massen. In Thamel bummeln wir ein wenig herum. Weil wir nicht wirklich hungrig sind, holen wir uns nur was in einer Bäckerei. Wir bummeln noch eine Weile weiter und machen uns dann auf den Rückweg. Eine halbe Stunde später sind wir wieder in der Freak Street. Jetzt habe ich doch Hunger bekommen und verschlinge die Quiche und das süße Teilchen, einige Trekker-Kekse und Schokolade. Währenddessen fällt der Strom aus, aber Licht gibt es trotzdem über das Notaggregat. Sogar das WiFi funktioniert. Irgendwann geht das Licht wieder an. A. legt sich wieder schlafen. Ich lese wie immer noch eine Weile.

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