Sonntag, 16. Februar 2014

-> Chitwan-Nationalpark


Um 6:00 klingelt der Wecker und reißt uns aus dem Schlaf. Wir ziehen uns an, packen fertig, essen Brown Bread und dann geht es auch schon los. Meine Tasche ist verdammt schwer. Naja, egal. Ich fühle mich wie ein Porter, als wir zum Busbahnhof laufen und vermisse meinen Hüftgurt. Mit dem wäre dieses Gewicht noch erträglich. Als wir ankommen, fühle ich mich ein paar Zentimeter kleiner. Es ist viel los. Busse und Contactor-Jungs stehen rum, Touris suchen, Händler wollen Bäckerei-Stückchen verkaufen. Wir finden unseren Bus, das Gepäck wird verladen. Wir haben sogar feste Sitzplätze. Es ist wieder neblig heute. Heute ist ziemlich viel Verkehr und wir müssen immer wieder ruckartig bremsen. Das gefällt meinem Magen nun gar nicht, also schließe ich bald die Augen und versuche, mich auszuklinken. Leider muss ich alle paar Minuten mal das Fenster neben mir schließen, weil dessen Verriegelung nicht funktioniert und es durch das Geruckel immer wieder aufgeht. Nerv. Nach 2h machen wir Pause an einem „Rasthof“. A. trinkt einen Kaffee, ich nehme eine Vomex und fühle mich recht benommen. Von der Weiterfahrt bekomme ich dann auch nicht mehr so viel mit. Irgendwann halten wir in einer großen Stadt und sammeln die Spanier auf. Wieder altbekannte Gesichter. Ca. eine Stunde später haben wir es dann endlich geschafft. Mittlerweile scheint die Sonne. Ich bin ganz schön fertig. Aber immerhin hat die Vomex geholfen. Wir werden abgeholt und fahren mit einem alten Auto, dessen Kofferraumklappe schlecht aufzubekommen ist, in ein paar Minuten zum Hotel. Wie mit aller Selbstverständlichkeit gibt es hier Pferdekutschen und Elefantenreiter. Ich staune.

Morgens am Busparkplatz

Wir bekommen ein großes Zimmer mit Bad und sogar Handtücher und Klopapier. Wir machen uns kurz frisch und gehen dann runter zum Mittagessen. Eigentlich habe ich gar keinen Hunger, aber essen und vor allem trinken tut ziemlich gut. Anschließend ruhen wir uns noch kurz aus und dann soll es ja schon losgehen. Da ist dann draußen auf der Straße erstmal viel los. Eine feiernde Gruppe schwenkt Fähnchen der Gewinnerpartei der Wahl und der neue Ministerpräsident zeigt sich. Er hat wohl heute Morgen hier schon eine Rede gehalten und sei sehr beliebt, erfahren wir. Der Tross zieht weiter und mit dem einzig anderen Hotelgast, einem netten Iraner, fahren wir ein Stück in den Nationalpark zu einem kleinen Fluss. 

Vor dem Hotel: das Symbol der Sieger-Partei auf der Straße

Verkehrsmittel Elefant

Der neue Präsident Nepals (in der Mitte rechts)

Wir werden in ein Boot gesetzt und mit der Strömung geht es dann flussabwärts. Wir sehen auch gleich schon die ersten Krokodile, die faul in der Sonne liegen. Auch viele Vögel fliegen umher. Wir sehen Falken, Pfauen und andere. Nach einer Weile gehen wir an Land und unsere Dschungeltour beginnt. Wir werden erst gebrieft, was im Falle des Treffens auf große Tiere gemacht werden soll. Dann laufen wir eine Weile herum, aber das einzig Spannende, was wir sehen, sind Rhino-Haufen und Termitenhügel. Aber das macht nichts. Ich muss jetzt nicht unbedingt einem Tiger gegenüber stehen.


Krokodile am Fluss

Termitenhügel im Wald

Die Sonne sinkt tiefer und wir schauen uns noch die Elefantenaufzuchtstation an. Hier gibt es auch einige kleine Elefanten. Anschließend geht es über eine Brücke zurück ans andere Ufer des Flusses. Wir unterhalten uns mit dem Iraner, der jetzt eine lange Weltreise macht, auf Deutsch. Weil unser Auto noch nicht da ist, gehen wir eine Weile an der Straße entlang durch ein Dorf mit Lehmbauten und weiter in die Dunkelheit. Wie unterschiedlich das hier doch von der Annapurna-Runde ist. 

in der Elefanten-Aufzuchtstation

Eine Büffelherde durchquert den Fluss

Bald werden wir aufgesammelt und zum Hotel zurück gefahren. Wir duschen. Um 20:00 gehen wir zum Abendessen. Es gibt leckeres Dal Bhat. Anschließend trinke ich mit dem Iraner noch Raksi, was ähnlich schmeckt wie Ouzo. Dann erzählt er noch einiges über sein Land, vor allem über dessen Gastfreundlichkeit. Sehr interessant. Um 21:00 verabschieden wir uns aber müde ins Bett.

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