Dienstag, 18. Februar 2014

Ein Tag im Chitwan-Nationalpark



Mitten in der Nacht bellen einige Hunde. Um 6:40 bin ich wach und gucke im Internet, was es so Neues gibt. Um 7:00 klingelt der Wecker. Ich habe ein bisschen Durchfall, aber nicht schlimm. Um 7:30 gibt es Frühstück: 3 Scheiben Toast, Rührei, Marmelade. Wir verabschieden uns vom Iraner und dann geht es zur Elefanten-Safari. Zu dritt auf dem Motorrad, weil das Auto nicht anspringt. Wah! Das ist ja nichts für mich. Trotzdem kommen wir heil an und dürfen gleich auf einen Elefanten, zusammen mit einem nepalesischen Pärchen. Der Elefant schaukelt los.

"unser" Elefant: friedlich und bunt bemalt

Durch den Fluss geht es in den Wald. Hier und da nimmt der Elefant einen kleinen Snack. Auch andere Touristen sind unterwegs. Bald stöbert eine Gruppe ein Nashorn auf, das im Wald geschlafen hat. Ein Spektakel: das Wort verbreitet sich und von überall her kommen Elefanten mit Touristen. Die Chinesen sind die lautesten. Irgendwie hatte ich mir das Ganze ruhig vorgestellt. Wahrscheinlich nehmen alle Tiere dank dem Lärmpegel Reißaus, zumindest sehen wir auf der Seite des Flusses keins mehr. Wir wechseln wieder die Flussseite und sehen hier noch ein Krokodil und drüben bald wieder Nashörner. Erst eine Mama mit einem größeren Kind und dann, friedlich grasend auf einer Lichtung, eine andere Mama mit einem kleineren Baby. Ich weiß schon gar nicht mehr, wie ich sitzen soll. Mein rechtes Knie tut schon weh. Wir schaukeln langsam zurück und sehen noch ein paar Wildschweine und Rehe, die aber sofort flüchten. Dann erreicht die Karawane wieder den Ausgangsort und wir steigen ab. 
 
das erste Nashorn

Nr. 2 & 3 umringt von Touristen auf Elefanten

ein friedliches Bild

Glücklicherweise steht nun auch das Auto bereit, das uns zurück ins Hotel fährt. Von dort laufen wir zur Elefantenbadestelle, wo unsere Elefanten ordentlich gewaschen und mit Steinen massiert werden. Hier können Touristen auch mit / auf den Elefanten ein Bad nehmen, aber wir schauen nur zu. Ein junger Mann kollabiert, vermutlich dehydriert, er hat wohl auch Durchfall, erfahren wir von anderen. Aber es sind schon andere Leute da, die ihm Wasser einflößen und ihn dann in den Schatten schaffen. Wir schauen noch eine Weile den Elefanten zu und gehen dann ins Hotel zurück. 

Elefantenbad

friedliche Stimmung am Fluss

Zum Mittagessen gibt es Momos mit Büffelfleisch, was aber genauso schmeckt wie Rindfleisch. Dann mieten wir uns Fahrräder und fahren zusammen mit unserem Guide in sein Heimatdorf 3km entfernt. Wenigstens geht es fast nur auf Teerpisten, denn die Räder sind ziemlich klapprig. Wir besuchen erst eine Tharu-Siedlung, wo je eine Familie in einem Raum zusammen lebt, dann seine sehr nette Mutter und dann seine Schwester. Das Leben ist auch hier nicht einfach. Dann geht es zurück. Wir geben die Räder wieder ab, Gesäß und Knie danken es uns, die Sättel waren sehr hart und viel zu tief eingestellt. Wir laufen an den Fluss, wo es in 2h den Sonnenuntergang zu beobachten gäbe. Wir quatschen noch eine Weile und gehen dann zurück zum Hotel zum Duschen. Wir essen noch eine Kleinigkeit und sind pünktlich zum Sonnenuntergang wieder am Fluss.

eine nepalesische Küche

Sonnenuntergang am Fluss

Dann gehen wir wieder zum Hotel zurück und haben noch ein bisschen Freizeit. Um halb 7 gehen wir in die Veranstaltungshalle und warten noch, während sich die Sitzplätze immer mehr füllen. Um 19:00 geht die Tharu Culture Show los. Mit Stock- und anderen Tänzen wirbeln die Akteure über die Bühne. Wahnsinn. Im Anschluss bekommen wir unser Abendessen: Eier-Curry mit Chapati. Sehr lecker. Wir unterhalten uns noch kurz mit unserem Guide, dann gehen wir ins Bett.

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