Samstag, 22. Februar 2014

Kathmandu - Sightseeing


Die Nacht ist schön ruhig. Ich wache gegen 6:30 auf und chatte noch mit M., bis A. auch aufwacht. Wir machen uns langsam fertig und dann mit Stadtplan im Reiseführer auf den Weg nach Thamel, wo wir auch bald das leckere Café vom ersten Tag wieder finden. Hier gibt es zum Frühstück ein Stück Banana Cake und einen Moon Cookie und Tee. Dann treffen wir die Deutsche aus der zweiten Reisegruppe wieder, die auch noch im ABC war und nun noch ins Langtang-Gbiet möchte. Sie weiß aber noch nicht, ob sie ihren Rückflug verschieben kann. Witzig. Irgendwann brechen wir auf und machen uns mit der Beschreibung aus dem Reiseführer zu Fuß auf den Weg zur Stupa von Swayambunath, wo wir ja gestern schon mit dem Bus vorbei gefahren sind. Der Verkehr ist lästig, aber nicht so schlimm, wie wir es schon mal erlebt hatten. Wir überqueren einen völlig verdreckten Fluss und dann geht es hügelaufwärts. Wir finden den Osteingang nach der Beschreibung gut und dann geht es vorbei an einigen Händlern über viele Stufen steil aufwärts. Fast oben bezahlen wir Eintritt (200NRS) und erkunden das interessante Gelände. Auch hier gibt es zahlreiche Händler. Wir kaufen große Gebetsfähnchen, bestaunen die Ausblicke auf Kathmandu und seine Smogglocke, beobachten einige Affen, die hier umherflitzen und steigen irgendwann wieder ab. Da kommen uns doch tatsächlich die Colorado-Boys entgegen! So schließt sich der Kreis. Die beiden waren noch in Manang und sind dann umgekehrt und waren noch ein bisschen in Pokhara. Morgen geht es für sie zurück.

Affe am Fuß des Hügels: Will ich das jetzt essen?

Mani-Steine

Stupa von Swayambunath

Blick über Kathmandu

Klosteranlage Swayambunath

Am Fuß des Hügels warten mehrere Taxifahrer. Wir wollen nun ja in den Westen der Stadt zum Boudhanath. Wir verhandeln und werden für 500NRS schließlich gefahren. Der Taxifahrer bietet uns noch an, auf uns zu warten und uns dann nach Pashupatinath und zurück nach Thamel zu fahren, aber 1500NRS sind uns zu viel. Wir wollen nach Pashupatinath laufen. So weit ist das ja auch nicht. Durch volle Straßen geht es quer durch die Stadt in den Westen. Wir zahlen Eintritt für die größte Stupa der Welt (150NRS) und finden uns an einem stillen Ort wieder, der mir sofort sympathisch ist. Der Boudhanath thront in der Mitte eines Platzes und wacht mit vielen Augen über Touristen, Mönche, Betende, Händler. In den umliegenden Gebäuden gibt es viele Geschäfte, Restaurants, ein paar Gasthäuser und buddhistische Gebetsschulen. In ein Kloster dürfen wir noch kurz hineinschauen, bevor es um 12:00 geschlossen wird. Die Sonne scheint und wir umrunden die Stupa auch noch oben und machen viele Fotos.

Stupa von Boudhanath

Ein solides Bauwerk

Um die Stupa herum

Weil wir noch keinen Hunger haben, beschließen wir, gleich weiter zu laufen. Wir verlassen die Oase der Ruhe auf die Hauptstraße, gehen auf ihr ein Stück nach Osten und dann auf der ersten Straße nach links. Und siehe da: es gibt tatsächlich auch Straßen in Kathmandu, wo kaum Verkehr herrscht. Toll, sehr angenehm. Nach einer Weile kommen wir wieder an einer Hauptsraße raus, auf der wir nach rechts gehen. Nach ein paar Minuten erreichen wir Nepal wichtigstes hinduistisches Heiligtum: Pashupatinath. Wir zahlen saftige 1000NRS Eintritt und sehen viele Schreine, Leichname, die am Bagmati-Fluss aufgebahrt und schließlich auch verbrannt werden. Wir steigen noch auf einen Hügel, auf dem mehrere Tempel stehen, die allerdings nur von Hindus betreten werden dürfen. Hier gibt es wieder viele Affen, mehr noch als am Swayambunath. Ich finde den ganzen Ort irgendwie bedrückend und bin froh, als wir wieder draußen sind. 

Die Leichen werden geschmückt und verabschiedet...

...und schließlich am Ufer des Bagmati verbrannt.

Viele Affen leben an den Tempeln von Pashupatinath.

Wir werden sofort wieder von Taxifahrern angesprochen. Einer fährt uns für 300NRS nach Thamel zurück. Mittlerweile habe ich richtig Hunger. In Thamel kehren wir ins Northfield Café ein, wo ich eine Spinatpizza (ohne Zwiebeln) bestelle. Ich bekomme sie trotzdem mit Zwiebeln, bin aber zu hungrig, um sie wieder zurückgehen zu lassen. Naja, es geht auch so. Anschließend stöbern wir noch durch einige Läden, kaufen in einem großen Supermarkt noch Lebensmittel und machen uns auf den Rückweg. Ich kaufe noch eine Pomelo bei einer Obstverkäuferin an der Straße. Jetzt ist es wieder recht hektisch in Thamel. Wir sind froh, als wir wieder in der Freak Street in der Annapurna Lodge ankommen. Wir duschen. Ich poste noch Fotos auf Facebook und esse dann meine sehr saure Pomelo und lese wieder, während A. schon schläft.

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